Eschaton—Kunststiftung Anselm Kiefer

Eingeladene Künstler

2014 lud Anselm Kiefer den Künstler Wolfgang Laib ein, ein Werk für La Ribaute zu schaffen. Laibs große, begehbare Skulptur aus Bienenwachs From the Known to the Unknown - To Where Is Your Oracle Leading You markierte einen besonderen Moment für La Ribaute: Den Beginn der Einbeziehung von Werken anderer Künstler in das komplexe Gefüge des Ateliers als neue Möglichkeit der Zusammenarbeit und des Austauschs mit Künstlern, deren Arbeit Anselm Kiefer schätzt. Seit 2014 haben Laurie Anderson (2018), VALIE EXPORT (2019), Giovanni Anselmo (2020-2021) und Monica Bonvicini (2022) auf Kiefers Einladung hin dauerhafte, ortsspezifische Installationen geschaffen.

Wolfgang Laib

Wolfgang Laib schafft Skulpturen und Installationen, in denen Vergangenheit und Gegenwart eins zu sein scheinen. Er verwendet vorwiegend symbolgeladene, organische Materialien, wie Blütenstaub, Milch, Bienenwachs oder Reis. Rituale und formale Reduktion spielen eine zentrale Rolle in seiner auf das Wesentliche konzentrierten, zeitlosen Ästhetik.

Laurie Anderson

Laurie Anderson ist Musikerin, Schriftstellerin, Regisseurin und Künstlerin, die vor allem für ihre multimedialen Präsentationen und den innovativen Einsatz von Technologie bekannt ist. Ihre interdisziplinären Werke verbinden Kunst, Performance, Film und experimentelle Musik.

Valie Export

Als Vorreiterin der Performance-Video- und Installationskunst hat VALIE EXPORT seit ihren bahnbrechenden Filmen und Performances in den 1960er und 1970er Jahren eine neue Form des Feminismus in Europa eingeführt, der die Politik des Körpers im Verhältnis zu seiner Umwelt, zu Kultur und Gesellschaft untersucht.

Giovanni Anselmo

Anselmo gilt als einer der wichtigsten Protagonisten der Arte Povera Ende der 1960er Jahre. Er setzt sich in seinem Werk mit Naturkräften auseinander, mit dem Wirken unsichtbarer Energien und der Spannung zwischen vergänglichen, organischen und dauerhaften Materialien, wie Granitblöcken und Eisen.

Monica Bonvicini

Monica Bonvicini arbeitet seit Mitte der 1990er Jahre als Künstlerin und stellt seither international aus. In ihrer vielseitigen Praxis untersucht sie die Beziehung zwischen Architektur, Machtstrukturen, Geschlecht und Raum. Ihre Forschungen werden in Arbeiten umgesetzt, die den Sinn des Kunstmachens, die Mehrdeutigkeit der Sprache und die Grenzen und Möglichkeiten des Ideals der Freiheit hinterfragen.